Was ist Arbeitsschutz?
Arbeitsschutz umfasst alle Regeln, Maßnahmen und Einrichtungen, die die Sicherheit, Gesundheit und das Wohlbefinden von Arbeitnehmern am Arbeitsplatz gewährleisten. Im Bauwesen ist der Arbeitsschutz besonders wichtig aufgrund der hohen Unfallrisiken.
Gesetzlicher Rahmen
In Deutschland bilden das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und die Baustellenverordnung (BaustellV) die Grundlage. Sie regeln:
- Die Gefährdungsbeurteilung für jeden Arbeitsplatz
- Welche Schutzmaßnahmen verpflichtend sind
- Die Verantwortlichkeiten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern
- Sanktionen bei Verstößen
Die Berufsgenossenschaften überwachen den Arbeitsschutz im Baugewerbe.
Anwendung auf der Baustelle
Auf einer Baustelle sind unter anderem folgende Themen relevant:
- Absturzgefahr — Arbeiten in der Höhe erfordert Gerüste, Geländer oder Auffanggurte
- Schweres Heben — Hilfsmittel wie Krane, Steinspalter oder Vakuumheber reduzieren die körperliche Belastung
- Lärm und Staub — Gehörschutz und Staubmasken bei Abbruch- und Sägearbeiten
- Gefahrstoffe — Asbest, Lösungsmittel und Epoxidharz
- Persönliche Schutzausrüstung (PSA) — Helm, Sicherheitsschuhe, Handschuhe und Schutzbrille
Häufige Arbeitsschutzmaßnahmen
- SiGe-Plan — ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan ist bei größeren Bauprojekten Pflicht
- Unterweisung — regelmäßige Sicherheitsunterweisungen für alle Mitarbeiter
- SCC-Zertifikat — Nachweis, dass ein Unternehmen sicherheitsbewusst arbeitet
- Gefährdungsbeurteilung — für jeden Arbeitsplatz vorgeschrieben
Verwandte Begriffe
- Gerüst
- Schalung
- Baustelle
- Sicherheit
- Berufsgenossenschaft
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