Airpop ist der Markenname für expandiertes Polystyrol (EPS), ein weit verbreitetes Dämmmaterial im Bauwesen, das zu 98 Prozent aus Luft und zu 2 Prozent aus Polystyrol besteht. Umgangssprachlich wird EPS oft als Styropor bezeichnet, wobei Airpop der aktuelle Branchenname ist.
Herstellung
Airpop wird in einem mehrstufigen Verfahren hergestellt:
- Polystyrol-Granulat wird mit dem Treibmittel Pentan versetzt
- Vorschäumen: Das Granulat wird mit Wasserdampf erhitzt und bläht sich auf das 20- bis 50-fache seines Volumens auf
- Zwischenlagerung: Die vorgeschäumten Perlen werden stabilisiert
- Formgebung: In Blockformen werden die Perlen erneut mit Dampf erhitzt und verschweißen zu einem festen Block
- Zuschnitt: Die Blöcke werden in Platten oder Formteile geschnitten
Anwendung
Airpop wird im Bauwesen in zahlreichen Bereichen eingesetzt:
- Fassadendämmung: Als Wärmedämmverbundsystem (WDVS) auf Außenwänden
- Dachdämmung: Unter der Dacheindeckung oder als Aufsparrendämmung
- Bodendämmung: Unter Estrichen und Bodenplatten
- Perimeterdämmung: Am erdberührten Teil des Gebäudes (als wasserabweisendes XPS)
- Trittschalldämmung: Unter schwimmendem Estrich zur Schallreduzierung
- Hohlraumdämmung: In zweischaligem Mauerwerk
Eigenschaften
Airpop zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:
- Geringe Wärmeleitfähigkeit (Lambda-Wert 0,032 bis 0,040 W/mK)
- Sehr leicht mit einer Dichte von 15 bis 30 kg/m3
- Druckfest und formstabil
- Feuchtigkeitsbeständig und verrottungsfest
- Recycelbar und ressourcenschonend in der Herstellung
- Schwer entflammbar (Baustoffklasse B1 mit Flammschutzmittel)
Verwandte Begriffe
- Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
- Extrudiertes Polystyrol (XPS)
- Energieeffizienz
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