Aerogel ist ein ultraleichtes, poröses Material, das zu etwa 95–99 % aus Luft besteht und einer der besten thermischen Isolatoren ist, die es gibt. Im Bauwesen wird Aerogel als Hochleistungsdämmung eingesetzt, wo wenig Platz zur Verfügung steht.
Wie funktioniert Aerogel?
Aerogel wird hergestellt, indem die Flüssigkeit in einem Gel durch Luft ersetzt wird, ohne dass die Struktur zusammenbricht. Das Ergebnis ist ein festes Material mit einer extrem feinen Nanostruktur, die den Wärmetransport nahezu blockiert.
Die Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) von Aerogel liegt bei etwa 0,013–0,016 W/(m·K) — zwei- bis dreimal besser als herkömmliche Dämmstoffe.
Anwendung
Aerogel wird im Bauwesen eingesetzt bei:
- Denkmalpflege und Bestandsbau — dünne Dämmplatten, wo kein Platz für dicke Dämmpackete ist
- Fassadendämmung — Aerogel-Dämmputz kombiniert Dämmung und Oberflächenveredelung in einer Schicht
- Verglasung — Aerogelgranulat als Füllung in lichtdurchlässigen Paneelen (transluzente Dämmung)
- Rohrleitungen — als Dämmung von Heizungs- und Kühlleitungen
- Fensterrahmen — aerogel-gefüllte Profile verbessern den Dämmwert
Vor- und Nachteile
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Außergewöhnlich niedriger λ-Wert | Relativ teuer |
| Sehr dünn anzubringen | Zerbrechlich in Plattenform |
| Lichtdurchlässig möglich | Begrenzte Verfügbarkeit |
| Diffusionsoffen |
Verwandte Begriffe
- Dämmung
- Bauphysik
- Mineralwolle
- Nachhaltiges Bauen
- Fassadendämmung
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