Schallöffnung-Beispiele zeigen die unterschiedlichen Ausführungen der Schallöffnungen — jener Klangöffnungen weit oben im Glockenturm, die mit schräg gestellten Schallbrettern (auch Schalllamellen oder Schalljalousien genannt) verschlossen sind. Diese Bretter leiten den Klang der läutenden Glocken nach außen, halten aber Regen und Wind ab. Im Laufe der Jahrhunderte erhielt dieses Bauteil je nach Baustil eine eigene Form, ein eigenes Material und eine eigene Verzierung.
Die Schallöffnungen befinden sich stets im Glockengeschoss des Turms, auf der Höhe, in der die Läuteglocken hängen. Die Schallbretter sind dachziegelartig nach außen geneigte Latten oder Platten, die den Klang nach unten und außen lenken.
Anwendung
Bekannte Varianten sind:
- Romanische Rundbogen-Schallöffnungen — schlichte Öffnungen mit halbrundem Bogen, oft in dicken Mauern aus Naturstein oder Backstein. Manchmal zu einer zweibahnigen Öffnung mit gedrungener Mittelsäule gekoppelt.
- Gotische Spitzbogen-Schallöffnungen — schlanke, hohe Öffnungen mit spitzem Bogen, häufig mit Maßwerk in der Spitze. Die senkrechte Linie betont die Höhe des Turms.
- Gekoppelte Schallöffnungen — zwei- oder dreibahnige Öffnungen, die durch ein Mittelsäulchen (Colonnette) oder einen Pfosten in Teilfelder gegliedert sind; typisch für romanische wie gotische Türme.
- Renaissance- und Barockvarianten — von Pilastern, Giebeln oder Rundbogenfenstern gerahmt, passend zur klassischen Ordnung.
- Moderne Ausführungen — schlichte rechteckige Öffnungen mit Schallbrettern aus Aluminium oder Holz, oft in Beton oder Mauerwerk von Nachkriegskirchen und Carillontürmen.
Die Schallbretter bestimmen mit, wie weit und klar die Glocken zu hören sind: zu dichte oder zu offene Bretter verändern die Klangabstrahlung.
Verwandte Begriffe
- Mauerwerk
- Naturstein
- Fassade
- Glockenturm
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