Der Laubfang (auch Laubschutz oder Laubfanggitter genannt) ist ein Schutzgitter oder Siebeinsatz, der in Dachrinnen, Fallrohren oder Rinneneinläufen montiert wird, um das Eindringen von Laub, Ästen und anderen Verunreinigungen in das Dachentwässerungssystem zu verhindern.
Bauformen und Materialien
Laubfänge gibt es in verschiedenen Ausführungen, die je nach Einsatzort gewählt werden:
- Laubfanggitter für Dachrinnen: Gitterstreifen oder Lochbleche, die auf die gesamte Länge der Dachrinne aufgelegt werden. Sie lassen Regenwasser durch, halten aber Blätter und groben Schmutz zurück.
- Laubfangkörbe (Rinnensiebe): Kugelförmige oder zylindrische Gittereinsätze, die direkt in den Ablaufstutzen der Rinne eingesetzt werden.
- Fallrohrgitter: Am oberen Einlauf des Fallrohres montierte Siebe, die grobes Material abfangen.
- Laubfangrechen für Dachkehlen: Spezielle Gitter, die in Kehlen eingesetzt werden, um den Wasserabfluss freizuhalten.
Als Materialien kommen verzinkter Stahl, Edelstahl, Kupfer und Kunststoff zum Einsatz. Edelstahl und Kupfer bieten die höchste Beständigkeit, während Kunststoff-Laubfänge die preisgünstigste Lösung darstellen.
Bedeutung für die Gebäudeerhaltung
Ein verstopftes Dachentwässerungssystem kann erhebliche Folgeschäden verursachen. Wenn Laub und Schmutz die Dachrinne blockieren, staut sich das Regenwasser und kann über den Rinnenrand in die Fassade oder das Mauerwerk eindringen. Im Winter besteht zusätzlich die Gefahr, dass sich Eis in verstopften Rinnen bildet und diese beschädigt.
Laubfänge reduzieren den Wartungsaufwand deutlich, ersetzen aber nicht die regelmäßige Kontrolle. Mindestens einmal jährlich — idealerweise nach dem Laubfall im Herbst — sollten Rinnen und Laubfänge kontrolliert und gereinigt werden. Fein zersetzte Blätter und Moos können sich auch auf den Gittern ablagern und den Wasserabfluss behindern.
Verwandte Begriffe
- Dachrinne
- Fallrohr
- Dachentwässerung
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