Ein Kugelhammer (auch Schlosserhammer mit Kugelfinne) ist ein Handwerkzeug mit einer flachen Schlagfläche auf der einen Seite und einer halbkugelförmigen Bahn auf der anderen Seite. Er gehört zur Grundausstattung in der Metallbearbeitung und im Schmiedehandwerk.
Aufbau
Der Kugelhammer besteht aus drei Hauptteilen:
- Flache Bahn – die ebene Schlagfläche zum Treiben, Nieten und Richten
- Kugelbahn (Finne) – die halbkugelförmige Seite zum Treiben, Stauchen und Verformen von Metall
- Stiel – traditionell aus Eschenholz oder Hickory, moderne Ausführungen aus Fiberglas oder Stahl mit Gummigriff
Gängige Gewichte liegen zwischen 200 Gramm (Feinarbeiten) und 1.500 Gramm (schwere Schmiedearbeiten).
Einsatzbereiche
Die Kugelbahn dient speziell für:
- Nieten – zum Umformen von Nietköpfen
- Treiben – Formen von Blechen in konkave Formen
- Kugelstrahlen von Hand – Verdichten der Metalloberfläche zur Festigkeitssteigerung
- Rundungen schlagen – Biegen und Formen von Metallprofilen
Anwendung
Im Bauwesen und Handwerk wird der Kugelhammer eingesetzt bei:
- Klempnerarbeiten – Formen von Dachblechen und Rinnen
- Schmiedearbeiten – Herstellung von Beschlägen und Zierelementen
- Stahlbau – Nachbearbeitung von Verbindungen und Schweißnähten
- Restaurierung – Bearbeitung historischer Metallbauteile
Bei der Auswahl ist auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kopfgewicht und Stiellänge zu achten. Der Hammerkopf muss fest auf dem Stiel sitzen und sollte regelmäßig auf Risse geprüft werden.
Verwandte Begriffe
- Schlosserhammer
- Treibhammer
- Setzhammer
Mehr über Baubegriffe erfahren? Besuche unsere Wissensdatenbank auf fredsbauanleitungen.de/rabatt.