Was ist Korrosion?
Korrosion ist der Prozess, bei dem Materialien — insbesondere Metalle — durch chemische oder elektrochemische Reaktionen mit ihrer Umgebung angegriffen werden. Das bekannteste Beispiel ist Rostbildung bei Stahl und Eisen durch Feuchtigkeit und Sauerstoff. Korrosion ist eine der größten Bedrohungen für die Lebensdauer von Bauwerken.
Wie entsteht Korrosion?
Bei Stahl und Eisen verläuft der Prozess folgendermaßen:
- Feuchtigkeit und Sauerstoff erreichen die Stahloberfläche
- Elektrochemische Reaktion — das Eisen oxidiert und bildet Eisenoxid (Rost)
- Volumenzunahme — Rost hat ein größeres Volumen als der ursprüngliche Stahl
- Abblätternde Schicht — die Rostschicht schützt nicht und der Prozess setzt sich fort
Anwendung
Korrosionsschutz ist im Bauwesen unverzichtbar:
- Bewehrung in Beton — die Betonüberdeckung schützt die Bewehrung vor Feuchtigkeit und CO₂
- Stahlkonstruktionen — geschützt durch Anstriche, Feuerverzinkung oder Galvanisierung
- Fassadenverkleidung — Aluminium und Edelstahl sind korrosionsbeständiger
- Rohrleitungen — Kupfer- und Kunststoffrohre sind weniger anfällig als Stahlrohre
Korrosion bei Beton
Wenn CO₂ in den Beton eindringt (Karbonatisierung), sinkt der pH-Wert. Unter pH 9 verliert die Bewehrung ihren Schutz und Korrosion kann auftreten — mit Betonschäden als Folge.
Verwandte Begriffe
- Bewehrung
- Stahl
- Beton
- Feuerverzinkung
- Betonkorrosion
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