Was ist ein Kordon?
Ein Kordon (auch Kordongesims oder Gurtgesims) ist ein horizontales, vorspringendes Profil an einer Fassade, das den Übergang zwischen zwei Geschossen oder zwischen Fassade und Dach markiert. Es ist sowohl ein dekoratives als auch ein funktionales Element, das seit Jahrhunderten in der Architektur verwendet wird.
Funktionen eines Kordons
- Gliederung — das Kordon unterteilt die Fassade visuell in horizontale Zonen
- Wasserableitung — durch den Vorsprung tropft Regenwasser ab, bevor es die darunterliegende Fassade erreicht
- Stilmerkmal — in vielen Baustilen ist das Kordon ein charakteristisches Dekorelement
Anwendung
Kordons kommen in verschiedenen Baustilen vor:
- Klassische Architektur — Natursteinkordons markieren die Geschosstrennung
- Historische Fassaden — gemauerte Kordons aus Profilsteinen oder Naturstein
- Festungsbau — ein Kordon markiert den Übergang vom Mauerfuß zum Oberbau
- Moderne Architektur — vereinfachte Kordons als Beton- oder Stahlgesimse
Materialien
Kordons werden aus Naturstein (Sandstein, Kalkstein), Backstein, Beton oder Kunststein gefertigt. Bei denkmalgeschützten Gebäuden sind Kordons oft reich profiliert.
Verwandte Begriffe
- Kranzgesims
- Sockel
- Gliederung
- Fries
- Fassade
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