Kompartimentierung ist die Aufteilung eines Gebäudes in Brandabschnitte, um die Ausbreitung von Feuer und Rauch zu begrenzen.
Wie funktioniert Kompartimentierung?
Bei der Kompartimentierung wird ein Gebäude durch feuerwiderstandsfähige Wände, Decken und Türen in abgeschlossene Bereiche unterteilt. Diese Brandabschnitte (Kompartimente) verhindern, dass sich ein Brand unkontrolliert auf andere Gebäudeteile ausbreitet. Jedes Kompartiment bildet eine eigenständige Brandschutzzelle mit definierter Feuerwiderstandsdauer.
Die Wirksamkeit der Kompartimentierung hängt von der Qualität der verwendeten Materialien und der fachgerechten Ausführung ab. Durchdringungen für Leitungen, Rohre und Kabel müssen mit geprüften Brandschutzabschlüssen versehen werden, um die Integrität der Brandabschnitte zu erhalten.
Anwendung
Kompartimentierung ist in nahezu allen Gebäudetypen vorgeschrieben und spielt eine besonders wichtige Rolle bei:
- Mehrgeschossigen Wohngebäuden, wo jede Wohneinheit einen eigenen Brandabschnitt bildet
- Büro- und Gewerbegebäuden mit großen Grundflächen
- Fluchtwegen und Treppenhäusern, die als rauchfreie Zonen erhalten bleiben müssen
- Tiefgaragen und Kellergeschossen mit erhöhter Brandgefahr
Die Anforderungen an die Feuerwiderstandsklasse (z. B. F30, F60, F90) ergeben sich aus der Gebäudeklasse und der Nutzung. Bauordnungen legen fest, welche maximale Größe ein Brandabschnitt haben darf.
Verwandte Begriffe
- Beton
- Konstruktion
- Dämmung
- Lüftung
- Bauordnungen
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