Was ist Holzrahmenbau?

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Holzrahmenbau ist eine Baumethode, bei der ein Gerüst aus Holzständern und Riegeln die tragende Konstruktion bildet. Die Wände werden auf beiden Seiten mit Platten (OSB, Sperrholz oder Gipskarton) verkleidet und der Zwischenraum wird mit Dämmung gefüllt. Es ist eine der beliebtesten Methoden für den Selbstbau eines Schuppens, Gartenhauses, Blockhauses oder einer Garage.

Wie funktioniert Holzrahmenbau?

Das Prinzip ist einfach: Sie bauen ein Rahmenwerk aus Holzbalken, das das Gewicht des Dachs und des Bodens trägt. Dieses Rahmenwerk besteht aus:

  • Schwelle — Der horizontale Balken unten, auf dem Fundament befestigt
  • Rähm — Der horizontale Balken oben, auf dem das Dach ruht
  • Ständer — Die vertikalen Balken, meist mit 60 cm Achsabstand
  • Riegel — Horizontale Zwischenbalken für zusätzliche Steifigkeit

Die Ständer werden in regelmässigen Abständen gesetzt (meist 60 cm Achsmass), sodass Standard-Dämmplatten genau dazwischen passen.

Warum Holzrahmenbau?

VorteilErläuterung
Schnell zu bauenWände können in der Werkstatt vorgefertigt und vor Ort montiert werden
LeichtgewichtWeniger schweres Fundament nötig als bei Mauerwerk
Gute DämmungDer Hohlraum ist bereits in der Konstruktion — Dämmung passt direkt hinein
HeimwerkerfreundlichMit Grundwerkzeug und Bauplänen gut selbst machbar
FlexibelLeicht anzupassen, zu erweitern oder zu demontieren

Holzrahmenbau bei Selbstbauprojekten

Holzrahmenbau ist besonders geeignet für:

  • Schuppen bauen — Die häufigste Anwendung. Ein Holzgerüst mit Dampfsperre innen und wetterfester Aussenbekleidung.
  • Gartenhaus bauen — Mit guter Dämmung auch als Werkstatt oder Büro geeignet.
  • Blockhaus bauen — Kombination von Holzrahmenbau mit Holzaussenbekleidung für ein traditionelles Erscheinungsbild.
  • Garage bauen — Eine Holzrahmen-Garage ist schneller und günstiger als eine gemauerte Garage, vorausgesetzt sie ist gut gegründet.

Aufbau einer Holzrahmenbauwand (von innen nach aussen)

1. Innenbekleidung — Gipskarton oder Sperrholz

2. Dampfsperre — Verhindert, dass feuchte Innenluft in die Konstruktion gelangt

3. Dämmung — Mineralwolle oder PIR-Platten zwischen den Ständern

4. OSB-Platte — Gibt der Wand Steifigkeit (Windaussteifung)

5. Dampfoffene Folie (Unterspannbahn) — Lässt Feuchtigkeit aus der Konstruktion entweichen, hält aber Regen ab

6. Hinterlüftung — Luftschicht von 20-30 mm (bei Holzbekleidung)

7. Aussenbekleidung — Stülpschalung, Boden-Deckel-Schalung oder andere Fassadenverkleidung

Häufige Fehler

  • Dampfsperre und dampfoffene Folie vertauschen — Die Dampfsperre gehört auf die warme (Innen-)Seite, die dampfoffene Folie auf die kalte (Aussen-)Seite. Vertauschen führt garantiert zu Feuchteproblemen.
  • Keine Hinterlüftung bei Holzaussenbekleidung — Das Holz kann nicht trocknen und fault.
  • Ständer nicht im 60 cm Achsmass — Dämmung passt nicht und es entstehen Kältebrücken.

Verwandte Begriffe

  • Lattung
  • OSB-Platte
  • Dampfoffene Folie (Unterspannbahn)
  • Dampfsperre
  • Dämmwert (Rd-Wert)
  • Achsmass (Achsabstand)
  • Stülpschalung

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