Geomonitoring ist das systematische Messen und Überwachen von Bodenbewegungen, Setzungen, Erschütterungen und Porenwasserdruck während und nach dem Bau, um die Sicherheit des Bauwerks und der Umgebung zu gewährleisten.
Bei Aushub, Rammarbeiten oder Grundwasserabsenkung kann sich der Untergrund bewegen. Geomonitoring macht diese Veränderungen sichtbar, sodass rechtzeitig eingegriffen werden kann, bevor Schäden entstehen.
Was wird gemessen
- Setzungen: vertikales Absinken des Bodens oder benachbarter Gebäude.
- Horizontale Verschiebungen: seitliche Bewegung von Spundwänden oder Böschungen.
- Erschütterungen: verursacht durch Rammen, Abbruch oder Verkehr.
- Porenwasserdruck: der Druck des Grundwassers in den Poren des Bodens.
- Risse: entstehen in angrenzenden Gebäuden.
Anwendung
Geomonitoring wird eingesetzt bei:
- Tiefen Baugruben und unterirdischem Bauen.
- Arbeiten in der Nähe historischer oder empfindlicher Gebäude.
- Großen Infrastrukturprojekten wie Tunneln und Brücken.
Messinstrumente wie Höhenbolzen, Inklinometer, Erschütterungsmesser und Pegelrohre liefern kontinuierlich Daten. Diese werden mit vorab festgelegten Grenz- und Warnwerten verglichen.
| Instrument | Misst |
|---|---|
| Inklinometer | Horizontale Verschiebung |
| Pegelrohr | Grundwasserstand |
| Erschütterungsmesser | Schwinggeschwindigkeit |
Das Überschreiten eines Grenzwerts löst Alarm aus und führt zur Anpassung der Arbeitsweise, was Schäden und Verzögerungen verhindert.
Verwandte Begriffe
- Setzung
- Bodenmechanik
- Drucksondierung
- Geodäsie
- Fundament
Mehr über Baubegriffe erfahren? Besuche unsere Wissensdatenbank auf fredsbauanleitungen.de/rabatt.