Eine Känguru-Wohnung ist ein Haus, das aus zwei eigenständigen Wohnbereichen unter einem Dach besteht, wobei eine größere Hauptwohnung mit einer kleineren, für sich stehenden Wohneinheit verbunden ist. Der Name verweist auf das Känguru, das sein Junges in einem Beutel nah bei sich trägt: Die zwei Haushalte wohnen eigenständig, aber dennoch unter einem Dach und nah beieinander.
Merkmale
- Zwei vollständige Wohnbereiche — jeder mit eigenen Einrichtungen wie Küche, Bad und Zugang
- Gegenseitige Nähe — die Einheiten sind gekoppelt, manchmal mit einer Verbindungstür, sodass die Bewohner einander leicht helfen können
- Eigenständigkeit — beide Haushalte behalten ihre Privatsphäre und Haushaltsführung
Anwendung
Die Känguru-Wohnung soll vor allem verschiedene Generationen oder pflegebedürftige Familienmitglieder nah beieinander wohnen lassen:
- Pflege — ein Elternteil oder pflegebedürftiges Familienmitglied wohnt in der kleineren Einheit, während der Pflegende in der Hauptwohnung wohnt
- Mehrgenerationenwohnen — etwa Eltern und ein erwachsenes Kind mit eigener Familie
- Kombination aus Pflege und Privatsphäre — man kann einander beistehen, ohne die Eigenständigkeit aufzugeben
Unterschied zur Pflegewohnung
Eine (temporäre) Pflegewohnung ist oft eine freistehende Einheit (etwa im Garten), die wieder entfernt wird, sobald die Pflege endet. Eine Känguru-Wohnung ist meist eine dauerhafte, ins Gebäude integrierte zweite Wohnung. Für beide Typen gelten kommunale Regeln zu Genehmigungen und Nutzung; informieren Sie sich daher vorab bei der Gemeinde.
Verwandte Begriffe
- Einliegerwohnung
- Mehrgenerationenwohnen
- Wohnungstyp
- Bebauungsplan
- Anbau
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