Eine Hohlmauer (Zweischalenmauerwerk) ist eine Wand, die aus zwei gemauerten Schalen mit einem Luftraum (Hohlraum) dazwischen besteht. Die innere Schale trägt die Konstruktion, die äußere Schale schützt vor Witterung und Wind. Der Hohlraum dazwischen sorgt für Wärmedämmung und Feuchtigkeitsregulierung.
Wie ist eine Hohlmauer aufgebaut?
Eine Hohlmauer besteht aus drei Schichten:
1. Außenschale — Die äußere Mauerwerkschicht (oft Ziegel). Schützt vor Regen, Wind und Sonne.
2. Hohlraum — Der Luftraum zwischen beiden Schalen. Hier befindet sich heutzutage fast immer Dämmmaterial.
3. Innenschale — Die innere tragende Wand. Oft aus Kalksandstein oder Betonsteinen.
Die beiden Schalen werden durch Maueranker verbunden: Metallverbindungen, die die Wand als Ganzes stabil halten.
Warum eine Hohlmauer?
Die Hohlmauer ist der Standard im Wohnungsbau in den Niederlanden, und das aus gutem Grund:
- Feuchtigkeitskontrolle — Regen, der durch die Außenschale dringt, läuft über den Hohlraum nach unten und wird abgeleitet. Die Innenschale bleibt trocken.
- Wärmedämmung — Der Hohlraum bietet Platz für Dämmmaterial (Mineralwolle, PIR oder EPS). Ein gefüllter Hohlraum erreicht leicht einen R-Wert von 3,5 oder höher.
- Kondensationsvermeidung — Die Luftschicht verhindert, dass warme Innenluft direkt an einer kalten Außenwand kondensiert.
Hohlmauer beim Garagenbau
Beim Bau einer Garage begegnet man der Hohlmauer, wenn man sich für gemauerte Wände entscheidet. Der Aufbau ist derselbe wie bei einem Wohnhaus, aber mit einigen Anmerkungen:
- Eine unbeheizte Garage muss nicht unbedingt gedämmt werden, es ist aber ratsam, wenn die Garage auch als Werkstatt genutzt wird
- Die Hohlraumbreite beträgt in der Regel 70-100 mm
- Bei einer Garage mit Flachdach ist besonderes Augenmerk auf den Anschluss zwischen Dach und Hohlmauer zu legen, um Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden
Hohlmauer vs. Massivmauer
| Hohlmauer | Massivmauer | |
|---|---|---|
| Aufbau | Zwei Schalen + Hohlraum | Eine dicke Wand |
| Dämmung | Ausgezeichnet (Hohlraum füllen) | Mäßig bis schlecht |
| Feuchtigkeitskontrolle | Gut (Hohlraum als Puffer) | Risiko von Feuchtigkeitsdurchschlag |
| Kosten | Höher (mehr Material) | Niedriger |
| Anwendung | Wohnhäuser, Garagen | Gartenmauern, einfache Schuppen |
Häufige Fehler
- Hohlraum zusetzen — Wenn Mörtel in den Hohlraum fällt und eine Brücke zwischen Innen- und Außenschale bildet, kann Feuchtigkeit nach innen ziehen. Verwenden Sie eine Spouwlatte beim Mauern.
- Fehlende Tropfkanten — Ohne Tropfkante bei Fenstern und Türen läuft Wasser ohne ordnungsgemäße Ableitung in den Hohlraum.
- Falsches Dämmmaterial — Nicht jedes Dämmmaterial ist für den Hohlraum geeignet. Verwenden Sie feuchtigkeitsbeständiges Material.
Verwandte Begriffe
- Mauerverband
- Halbsteinmauer
- Einschalige Wand
- Dämmwert (R-Wert)
- Tropfkante
- Fensterrahmen
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