Eine geldersche Giebelwand ist ein historischer niederländischer Giebeltyp, bei dem der obere Teil der Vorderfassade als ansteigender, oft gestufter oder zulaufender Giebel in charakteristischem Mauerwerk ausgeführt ist.
Dieser Giebeltyp findet sich unter anderem in der Provinz Gelderland und angrenzenden Regionen. Die geldersche Giebelwand ist eng mit dem Treppengiebel und dem Spitzgiebel verwandt, hat jedoch eine eigene regionale Gestaltung.
Wie ist eine geldersche Giebelwand aufgebaut?
Die Giebelwand besteht aus einer gemauerten Vorderwand, die über die Dachtraufe hinaus bis zu einer verzierten Spitze reicht. Charakteristische Merkmale sind:
- Ein ansteigender Giebelabschluss, der die Dachlinie verdeckt
- Handwerkliches Ziegelmauerwerk, oft mit Zierverbänden
- Natursteinerne oder gemauerte Abdeckungen auf den Stufen
- Gelegentlich ein Zierstein oder Jahresanker als Dekoration
Die Giebelwand ist meist eine nichttragende Schale vor dem dahinterliegenden Holzbinder und dem Dachstuhl.
Anwendung
Geldersche Giebelwände finden sich heute vor allem bei:
- Historischen Wohnhäusern und Bauernhöfen
- Denkmalgeschützten Gebäuden in Innenstädten
- Restaurierungen und historisierendem Neubau
Bei der Wartung sind Fugen, Abdeckungen und Verankerung besonders zu beachten, da die Spitze empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und Wind ist. Gute Entwässerung und wasserdichte Abdeckungen verlängern die Lebensdauer des Mauerwerks erheblich.
Verwandte Begriffe
- Fassade
- Mauerwerk
- Ziegel
- Zweischaliges Mauerwerk
- Mörtel
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