Eine Drahtgitterschalung ist eine leichte, oft verlorene Schalung aus gewebtem Stahldraht oder einem Rost aus Streckmetall, die eingesetzt wird, um Beton zeitweise zurückzuhalten oder eine Arbeitsfuge abzuschließen. Das Gitter verbleibt nach dem Betonieren im Beton und sorgt für eine raue Anschlussfläche bei der nächsten Betonage.
Wie funktioniert das?
Bei großen Betonkonstruktionen wird der Beton in Etappen betoniert. Zwischen zwei Etappen entsteht eine Arbeitsfuge. Um diese Fuge sauber abzuschließen, wird ein Drahtgitter eingesetzt:
- Das Gitter hält den frischen Beton zurück
- Die Bewehrung läuft durch das Gitter hindurch
- Die raue Oberfläche der Fuge sorgt für eine gute Verbindung mit der nächsten Betonage
- Bei der Verwendung wird die Schalung nicht zurückgenommen — daher ‘verlorene Schalung’
Vorteile
- Leichtgewicht — einfach zu setzen und zu schneiden
- Durchlässig — überschüssiges Wasser kann entweichen, die Bewehrung bleibt durchgängig
- Raue Fugenanschluss — bessere Verbindung mit der nächsten Betonage als glatte Schalung
- Günstig — einfaches Material, schnelle Ausführung
- Kein Ausschalen — verbleibt im Bauwerk
Anwendung
Drahtgitterschalung wird verwendet bei:
- Vertikalen Arbeitsfugen in Wänden und Stützen
- Großen Deckenfeldern — um in Etappen betonieren zu können
- Fugenabschluss bei durchlaufender Bewehrung
- Kombination mit Dehnungsfugenprofilen
- Fundamentblöcken in Etappen — bei großen Volumina
Hinweise
- Ausreichende Festigkeit des Gitters — muss dem Betondruck standhalten können
- Gute Abstützung — durch Streben oder Latten abstützen
- Anschluss an Randschalung — sorgfältig abdichten, um Kiesnester zu vermeiden
- Bewehrung durchführen — ausreichend Platz für die Bewehrungsstäbe
Verwandte Begriffe
- Schalung
- Arbeitsfuge
- Bewehrung
- Beton
- Verlorene Schalung
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