Eine Dachaufkantung ist eine senkrechte Aufkantung am Rand oder Ende eines Flachdachs oder leicht geneigten Dachs, die dazu dient, Wasser zurückzuhalten und Anschlüsse wie Lichtkuppeln, Dachdurchführungen oder Dachränder sauber auszubilden. Sie bildet den Übergang zwischen der Dachfläche und einem angrenzenden Bauteil wie einer Wand, einer Lichtkuppel oder einem Dachrand.
Funktion einer Dachaufkantung
Eine Dachaufkantung erfüllt mehrere Aufgaben:
- Wasserkehrung — verhindert, dass Regenwasser die Dachfläche an ungewollten Stellen verlässt
- Anschlussdetail — bietet eine vertikale Fläche, an der die Dachabdichtung hochgezogen und angeschlossen werden kann
- Schutz — bewahrt empfindliche Anschlüsse vor Wind, Wasserstau und Undichtigkeiten
- Ästhetik — verdeckt den Dachaufbau und sorgt für einen sauberen Dachrand
Arten von Dachaufkantungen
- Wandanschluss-Aufkantung — entlang einer Wand, oft kombiniert mit Bleischürzen oder Aluminium-Dachrandprofilen
- Dachrand-Aufkantung — entlang des Randes eines Flachdachs, meist mit einer Abdeckkappe
- Aussparungs-Aufkantung — um Lichtkuppeln, Dachfenster oder Dachdurchführungen (mindestens 150 mm über der Dachfläche gemäß DIN-Richtlinien)
- Vorgefertigte Aufkantung — fertige Aufkantungen aus Holz, Sperrholz oder Kunststoff für Lichtkuppeln und Dachfenster
Anwendung und Ausführung
Bei einer gut detaillierten Dachaufkantung wird die Dachabdichtung (Bitumen, EPDM oder Kunststoff-Folie) mindestens 15 cm über die Dachfläche hochgeführt und oben mit einem Abdeckprofil oder einer Bleischürze abgeschlossen. Die Aufkantung selbst wird häufig aus einem Holzrahmen, Sperrholz oder einem Fertigteil gebildet. An der Oberseite wird in der Regel ein Dachrandprofil oder eine Mauerabdeckung angebracht, die das Regenwasser ableitet.
Verwandte Begriffe
- Dachrandprofil
- Dachabdichtung
- Lichtkuppel
- Flachdach
- Dachdurchführung
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