Ein Randstreifen ist ein abschließender oder trennender Streifen entlang der Kante eines Bauteils. Der Begriff wird in zwei Bedeutungen verwendet: als Abschlussstreifen an der sichtbaren Kante von Plattenmaterial und als flexibler Randstreifen rund um einen Estrich.
1. Randstreifen als Abschluss von Plattenmaterial
Bei Türen, Arbeitsplatten und Möbelpaneelen ist die Stirn- oder Schmalkante des Plattenmaterials (wie Spanplatte oder MDF) nicht schön verarbeitet. Ein Randstreifen — eine dünne Leiste, ein Furnierstreifen oder ein Melamin- bzw. Kunststoffstreifen — wird auf diese Kante geklebt. Das hat zwei Zwecke:
- Ästhetisch — die raue Kante wird sauber verdeckt
- Schützend — der Streifen schützt die empfindliche Kante vor Feuchtigkeit und Beschädigung
2. Randstreifen (Randdämmstreifen) beim Estrich
Rund um einen Estrich (wie einen Zement- oder Anhydritestrich) wird entlang aller Wände und aufgehenden Teile ein flexibler Randstreifen angebracht, auch Randdämmstreifen genannt. Dieser sitzt zwischen dem Estrich und den angrenzenden Bauteilen und hat wichtige Funktionen:
- Aufnehmen der Ausdehnung — der Boden kann sich durch Temperatur (etwa bei Fußbodenheizung) ausdehnen und schwinden, ohne gegen die Wände zu drücken und zu reißen
- Verhindern von Trittschall — der Streifen unterbricht die direkte Verbindung zwischen Boden und Wand, was die Schallübertragung (Trittschall) begrenzt
Zu beachten
Bringen Sie den Randdämmstreifen vor dem Einbringen des Estrichs an, über die volle Höhe, und schneiden Sie den überstehenden Teil erst ab, nachdem Boden und Endbelag fertig sind.
Verwandte Begriffe
- Estrich
- Randdämmung
- Fußbodenheizung
- Schalldämmung
- Plattenmaterial
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