Was ist ein IPE-Träger?
Ein IPE-Träger ist ein gewalztes Stahl-I-Profil mit parallelen Flanschflächen. Der Querschnitt gleicht dem Buchstaben I: zwei waagerechte Flansche, verbunden durch einen senkrechten Steg. Der IPE-Träger ist einer der meistverwendeten Stahlträger im Bauwesen, etwa als Unterzug über einer Maueröffnung oder als Deckenträger.
IPE und INP: der Unterschied
Der IPE-Träger wird oft zusammen mit dem älteren INP-Träger genannt. Der Unterschied liegt in den Flanschen:
- IPE — Innen- und Außenseite des Flansches verlaufen parallel; der Flansch ist überall gleich dick. Das erleichtert Anschlüsse und Befestigungen.
- INP — die Innenseite des Flansches verläuft geneigt zum Steg hin. Das ist die ältere, “genormte” Ausführung, die man vor allem in Bestandsgebäuden antrifft.
Beide werden mit einer Zahl bezeichnet, die die Höhe in Millimetern angibt, zum Beispiel IPE 200 (200 mm hoch). Die Größen reichen meist von etwa 80 bis 600 mm Höhe.
Anwendung
IPE- und INP-Träger tragen Lasten über eine Spannweite und leiten sie zu den Auflagern:
- Stürze und Unterzüge — über Türen, Fenstern und Durchbrüchen.
- Decken- und Dachträger — als Haupttragwerk im Stahlskelettbau.
- Stahlkonstruktionen — in Kombination mit Stützen (oft HEA- oder HEB-Profile).
Die richtige Größe folgt aus einer statischen Berechnung nach Spannweite und Last; lasse dies stets von einem Tragwerksplaner bestimmen. Stahl muss zudem gegen Korrosion und, wo nötig, gegen Brand geschützt werden.
Verwandte Begriffe
- Stahl
- Träger
- I-Profil
- H-Profil
- HEA-Träger, HEB-Träger
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