Was ist dünn auftragen?
Dünn auftragen ist eine Mauertechnik, bei der der Mörtel dünn oder sparsam auf den Stein aufgebracht wird. Der Maurer trägt nur eine dünne Schicht Mörtel auf, anstatt einer vollen, dicken Lage. Dies ist das Gegenteil von „vollfugig” mauern.
Wann wird dünn aufgetragen?
Dünn auftragen kommt in der Praxis vor bei:
- Dünnbettfugen — bei Dünnbettmörtel (Klebemörtel) wird per Definition dünn aufgetragen: die Fugendicke beträgt nur 2–3 mm
- Kalksandstein — Plansteine werden mit einer dünnen Schicht Mörtel vermauert
- Porenbeton — Porenbetonsteine (z.B. Ytong) werden mit Dünnbettmörtel verklebt
- Reparaturarbeiten — beim Ersetzen loser Steine wird manchmal dünn aufgetragen, um die Fugendicke beizubehalten
Wichtige Hinweise
- Haftung — beim dünnen Auftragen ist eine gute Haftung zwischen Stein und Mörtel unerlässlich; der Stein muss sauber und staubfrei sein
- Gleichmäßigkeit — den Mörtel gleichmäßig über die gesamte Fläche verteilen, um Hohlstellen zu vermeiden
- Mörteltyp — den richtigen Mörtel für die Anwendung verwenden; Dünnbettmörtel hat eine andere Zusammensetzung als herkömmlicher Mauermörtel
- Nicht zu dünn — zu wenig Mörtel ergibt ungenügende Haftung und kann zu Rissbildung führen
Vergleich
| Methode | Mörtelschicht | Anwendung |
|---|---|---|
| Vollfugig | Dicke, vollständig deckende Schicht (10–12 mm) | Traditionelles Mauerwerk mit Ziegeln |
| Dünn auftragen | Dünne Schicht (2–3 mm) | Klebemörtel bei Kalksandstein und Porenbeton |
Verwandte Begriffe
- Mauern
- Mörtel
- Fuge
- Mauerverband
- Dünnbettmörtel
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