Eine Donk ist eine natürliche sandige Erhebung in einer Moor- oder Flusslandschaft, entstanden als Flussdüne oder Deckende-Sandkuppe, die in trockenen Perioden über das nasse Umland herausragte. Donks waren in der Urgeschichte und im frühen Mittelalter attraktive Siedlungsplätze, weil sie im sumpfigen Umland trocken blieben.
Entstehung
Donks stammen meist aus der letzten Eiszeit. Im trockenen, kalten Klima wehten Sande aus Flussbetten oder vom offenen Boden auf. An windgeschützten Stellen bildeten sich Dünen und Kuppen. Als das Klima wärmer und feuchter wurde, wuchs Moor um diese Erhebungen — die Donks selbst aber blieben trocken:
- Material — meist feiner Decksand oder Flusssand
- Höhe — einige Meter über Moor- oder Tonebene
- Lage — vor allem in der Flussmarschlandschaft der Niederlande, in Belgien und im Niederrheinraum
Besiedlung
Donks wurden früh genutzt:
- Mesolithikum — Jäger und Sammler errichteten ihre Lager
- Neolithikum — frühe Bauern siedelten dauerhaft auf den Donks
- Mittelalter — Kirchen, Burgen und Dörfer wurden oft auf Donks errichtet
Bekannte Beispiele sind die Donks bei Hardinxveld-Giessendam, wo Archäologen Siedlungsspuren aus etwa 5500 v. Chr. fanden.
Bedeutung für das Bauen
Für den Bau ist eine Donk weiterhin interessant:
- Stabiler Baugrund — sandiger Boden trägt besser als Moor oder Ton
- Trockenes Fundament — geringere Setzung und weniger Holzfäule
- Kulturhistorischer Wert — Funde auf Donks stehen oft unter Denkmalschutz
Beim Bauen auf oder nahe einer Donk ist daher meist eine archäologische Voruntersuchung erforderlich, und der Übergang zum weicheren Umland muss konstruktiv bedacht werden.
Verwandte Begriffe
- Decksand
- Warft
- Drumlin
- Baugrund
- Archäologie
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