Die Dichte ist das Verhältnis der Masse eines Materials zu seinem Volumen, ausgedrückt in Kilogramm pro Kubikmeter (kg/m³). Im Bauwesen bestimmt die Dichte maßgeblich das Gewicht einer Konstruktion und spielt eine Rolle bei Wärmedämmung, Schallschutz und Tragfähigkeit.
Formel und Einheiten
Die Formel ist einfach:
ρ = m / V
Dabei ist ρ (rho) die Dichte in kg/m³, m die Masse in kg und V das Volumen in m³. Auch g/cm³ wird verwendet — Wasser hat eine Dichte von 1.000 kg/m³ bzw. 1 g/cm³.
Anwendung
Die Dichte ist für verschiedene Bauaufgaben relevant:
- Statische Berechnungen — das Eigengewicht von Decken, Wänden und Dächern ist gleich Dichte × Volumen
- Wärmedämmung — Materialien mit niedriger Dichte (Mineralwolle, EPS, Glaswolle) dämmen gut, weil sie viel Luft enthalten
- Schallschutz — gerade schwere, dichte Materialien (Beton, Backstein) halten Trittschall und Luftschall ab (Massengesetz)
- Fundamentplanung — bestimmt, wie schwer der Aufbau ist und welche Tragfähigkeit der Boden bieten muss
- Transport und Logistik — Lkw und Kräne werden nach Gewicht pro Stück ausgewählt
Dichtewerte im Vergleich
| Material | Dichte (kg/m³) |
|---|---|
| Stahlbeton | 2.400 – 2.500 |
| Backstein | 1.600 – 2.000 |
| Holz (Fichte) | 450 – 550 |
| Stahl | 7.850 |
| Aluminium | 2.700 |
| Glas | 2.500 |
| Mineralwolle | 30 – 200 |
| EPS-Dämmung | 15 – 40 |
| Wasser | 1.000 |
| Luft | 1,2 |
Rohdichte und Reindichte
Bei porösen Materialien (Backstein, Beton, Dämmung) unterscheidet man:
- Rohdichte — einschließlich Poren, also wie das Material tatsächlich wiegt
- Reindichte — nur die Masse des Feststoffes selbst, ohne Luft
Bei Dämmstoffen ist die Rohdichte entscheidend für die Leistung.
Verwandte Begriffe
- Masse
- Volumen
- Dämmung
- Belastung
- Bauphysik
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