Das Kataster ist der amtliche Nachweis, der festhält, wem Grund und Gebäude gehören und wo die Grenzen der Grundstücke (Flurstücke) verlaufen. Alle Flurstücke sind in der Katasterkarte eingezeichnet und haben eine eindeutige Nummer. In den Niederlanden führt der Dienst Kadaster diese Register; in Deutschland übernehmen die Katasterämter diese Aufgabe.
Was festgehalten wird
- Grundstücksgrenzen — die Begrenzung jedes Flurstücks, sichtbar auf der Katasterkarte
- Eigentum — wer Eigentümer eines Flurstücks oder Gebäudes ist
- Rechte und Lasten — Hypotheken, Erbbaurechte, Dienstbarkeiten und andere Belastungen
- Katasterdaten — Fläche, Lage und die Flurstücksnummer
Anwendung
Beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie wird der Eigentumsübergang beim Notar beurkundet und in die Register eingetragen; erst damit ist der neue Eigentümer offiziell bekannt. Auch für einen Um- oder Anbau lohnt der Blick ins Kataster: So weißt du genau, wo deine Grenze verläuft und bis wohin du bauen darfst.
Zu beachten
- Bei Zweifeln über die genaue Grenzlage kann die Katasterbehörde diese im Gelände anzeigen
- Die Katasterkarte ist die Grundlage für viele Bau- und Planungsentscheidungen
Verwandte Begriffe
- Grundstücksgrenze
- Bebauungsplan
- Grundstück
- Eigentum
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