Die Dachkonstruktion ist die tragende Struktur eines Dachs, bestehend aus Sparren, Pfetten, Balken und weiteren Bauteilen, die gemeinsam alle einwirkenden Lasten aufnehmen und sicher in die darunterliegenden Wände und Fundamente ableiten.
Grundlegende Konstruktionsarten
Im Bauwesen unterscheidet man zwei Haupttypen von Dachkonstruktionen:
Sparrendach: Die Sparren stützen sich paarweise gegeneinander und bilden ein Dreieck. Die Last wird direkt auf die Außenwände übertragen. Diese Konstruktion eignet sich für Spannweiten bis etwa 7 Meter und kommt ohne Mittelstütze aus.
Pfettendach: Die Sparren liegen auf horizontalen Pfetten (Firstpfette, Mittelpfette, Fußpfette) auf, die ihrerseits von Stützen oder Wänden getragen werden. Diese Bauweise ermöglicht größere Spannweiten und bietet mehr Gestaltungsfreiheit im Dachraum.
Bestandteile
Eine typische Dachkonstruktion umfasst folgende Bauteile:
- Sparren: Die schrägen Tragbalken, die von der Traufe zum First verlaufen.
- Pfetten: Horizontale Balken, die die Sparren tragen.
- Kehlbalken: Horizontale Verbindung zwischen zwei gegenüberliegenden Sparren.
- Kopfbänder und Streben: Diagonale Verstärkungen zur Aussteifung.
- Mauerplatte (Schwelle): Der Balken auf der Mauerkrone, auf dem die Sparren aufliegen.
Anwendung
Die Wahl der Dachkonstruktion hängt von der Dachform, der Gebäudebreite, den zu erwartenden Lasten (Schnee, Wind, Eigengewicht der Eindeckung) und der gewünschten Nutzung des Dachraums ab.
Moderne Dachkonstruktionen werden zunehmend aus Brettschichtholz oder als Nagelplattenbinder industriell gefertigt. Bei Flachdächern kommen oft Stahlbeton- oder Stahlkonstruktionen zum Einsatz.
Die statische Berechnung der Dachkonstruktion muss von einem Tragwerksplaner durchgeführt werden. Sie berücksichtigt Eigenlasten, Verkehrslasten, Schneelasten und Windlasten gemäß den geltenden Normen.
Verwandte Begriffe
- Dachschalung
- Dacheindeckung
- Dachstuhl
- Sparren
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