Chromatieren ist eine chemische Oberflächenbehandlung, bei der eine dünne Schutzschicht auf Metall (oft verzinkter Stahl oder Aluminium) durch Eintauchen in eine chromhaltige Lösung aufgebracht wird. Diese Chromatschicht schützt vor Korrosion und verbessert die Lackhaftung.
Wie funktioniert es?
Beim Chromatieren reagiert die Metalloberfläche mit der Chromlösung, wobei eine extrem dünne (0,1-1 μm) aber wirksame Schutzschicht entsteht. Diese Schicht:
- Passiviert — macht die Oberfläche chemisch inert
- Ist selbstheilend — kleine Beschädigungen in der Schicht reparieren sich selbst
- Verbessert die Haftung — bietet eine ausgezeichnete Grundlage für Lacke und Farben
Anwendung
Chromatieren wird eingesetzt bei:
- Verzinkten Stahlprodukten — Schrauben, Muttern, Befestigungsmittel
- Aluminiumbauteilen — Fensterrahmen, Profile, Baubeschläge
- Stahlblech — galvanisiertes Blech für Dach- und Fassadenpaneele
- Befestigungsmitteln — Schrauben und Dübel für den Außenbereich
Arten der Chromatierung
- Gelb-Chromatierung — enthält sechswertiges Chrom (Cr6+), sehr wirksam aber umweltbelastend
- Transparent-/Blau-Chromatierung — dünner, geringerer Schutz
- Chromfreie Passivierung — moderne, umweltfreundliche Alternativen auf Basis von dreiwertigem Chrom (Cr3+)
Hinweis: Sechswertiges Chrom (Cr6+) ist gesundheits- und umweltschädlich. Die EU hat seine Verwendung durch die REACH-Verordnung stark eingeschränkt.
Verwandte Begriffe
- Verzinken
- Korrosion
- Aluminium
- Stahl
- Eloxieren
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