Ein Betonstein ist ein künstlicher Mauerstein aus Zement, Sand, Kies und Wasser, der nicht gebrannt, sondern durch Hydratation des Zements aushärtet. Betonsteine werden im Bauwesen wegen ihrer günstigen Kosten, maßgenauen Produktion und guten Druckfestigkeit vielfach eingesetzt.
Eigenschaften
- Druckfestigkeit — in verschiedenen Festigkeitsklassen erhältlich, von leicht bis konstruktiv belastbar
- Maßgenauigkeit — durch industrielle Fertigung sind Betonsteine sehr maßhaltig
- Feuchteempfindlichkeit — Betonsteine nehmen mehr Feuchtigkeit auf als gebrannte Ziegel und sind daher frostempfindlicher
- Farbe — standardmäßig grau, durch Pigmentzugabe aber in vielen Farben lieferbar
Anwendung
- Innenwände — nichttragende Trennwände
- Außenwände — als Hintermauerwerk einer zweischaligen Wand
- Gartenmauern und Einfriedungen — mit Betonabdeckplatten
- Fundamentmauerwerk — unterhalb der Geländeoberfläche
Unterschied zum Kalksandstein
Betonsteine werden oft mit Kalksandsteinen verwechselt. Der Unterschied liegt im Bindemittel: Bei Betonsteinen ist es Portlandzement, bei Kalksandsteinen ist es Kalk, der unter Dampf und Druck aushärtet.
Verwandte Begriffe
- Beton
- Kalksandstein
- Mauern
- Mauerverband
- Zweischalige Wand
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