Eine Baugrube ist eine abgesicherte, ausgehobene und trockengelegte Grube im Boden, in der unterirdische Bauarbeiten durchgeführt werden. Die Wände der Baugrube werden durch Spundwände, Schlitzwände oder Berliner Verbau gesichert, um das Eindringen von Erdreich und Wasser zu verhindern.
Arten der Baugrubensicherung
Je nach Tiefe und Bodenverhältnissen kommen verschiedene Verbauarten zum Einsatz:
- Böschung — bei ausreichend Platz wird die Grube mit natürlicher Neigung angelegt
- Spundwand — Stahlprofile werden in den Boden gerammt oder vibriert
- Berliner Verbau — Stahlträger mit Holzbohlen dazwischen
- Schlitzwand — Stahlbetonwand, die im Boden betoniert wird
- Bohrpfahlwand — sich überschneidende Bohrpfähle bilden eine wasserdichte Wand
Anwendung
Baugruben werden bei tiefen unterirdischen Bauwerken eingesetzt:
- Tiefgaragen — Parkgaragen unter Wohnkomplexen oder Bürogebäuden
- Tunnel — Start- und Zielschächte für Tunnelbohrmaschinen
- U-Bahn-Stationen — unterirdische Stationsbauwerke
- Schleusen und Pumpwerke — wasserbauliche Konstruktionen
Ausführung
- Verbau einbringen — Spundwände oder Schlitzwände in den Boden einbringen
- Ausheben — das Erdreich wird lagenweise ausgehoben
- Aussteifen — Steifen oder Anker halten die Verbauwände in Position
- Wasserhaltung — Grundwasser wird abgepumpt
- Bauen — die Kellerkonstruktion wird innerhalb der Grube errichtet
Verwandte Begriffe
- Spundwand
- Wasserhaltung
- Gründung
- Keller
- Grundanker
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