Bambus ist eine schnell wachsende Grasart, die aufgrund ihrer hohen Zug- und Druckfestigkeit als Baustoff verwendet wird. Er ist nachhaltig, leicht und wird weltweit für Konstruktionen, Böden, Fassadenverkleidungen und dekorative Elemente eingesetzt.
Eigenschaften
Bambus gehört botanisch zur Familie der Gräser, besitzt jedoch Eigenschaften, die mit Hartholz vergleichbar sind. Die hohlen, zylindrischen Halme erreichen ein außergewöhnliches Zug-Druck-Verhältnis, das sogar an das von Stahl heranreicht. Bambus ist leicht, elastisch und verfügt je nach Art und Behandlung über eine natürliche Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit und Insekten.
Eine ausgewachsene Bambuspflanze kann bereits nach drei bis fünf Jahren erntereif sein, während konventionelles Bauholz Jahrzehnte zum Wachsen benötigt. Das macht Bambus zu einem der erneuerbarsten Baustoffe der Welt.
Anwendungen im Bauwesen
Bambus wird im Bauwesen auf vielfältige Weise eingesetzt:
- Konstruktiv: Tragende Strukturen, Dachkonstruktionen und Gerüste, insbesondere in Asien und Südamerika.
- Böden: Laminierter Bambus wird zu robusten und abriebfesten Bodenbelägen verarbeitet.
- Fassadenverkleidung: Bambuslatten dienen als nachhaltige und ästhetische Verkleidung von Außenfassaden.
- Dekorativ: Wände, Decken und Gartenzäune.
Nachhaltigkeit
Bambus gilt als einer der umweltfreundlichsten Baustoffe. Die Pflanze wächst schnell, benötigt wenig Wasser und nimmt große Mengen CO2 auf. Bei verantwortungsvoller Ernte muss der Wurzelstock nicht entfernt werden, sodass die Pflanze erneut austreibt.
Allerdings sollte auf die Herkunft und die Transportentfernung geachtet werden, da Bambus hauptsächlich in tropischen Gebieten wächst.
Verwandte Begriffe
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