Was ist eine Balkendecke?
Eine Balkendecke ist eine traditionelle Geschossdecke, bei der Holzbalken als tragende Elemente dienen. Die Balken verlaufen parallel zueinander und überspannen den Abstand zwischen zwei tragenden Wänden. Auf oder zwischen den Balken wird ein Bodenbelag aus Brettern, Sperrholz oder anderen Plattenmaterialien angebracht.
Konstruktion und Aufbau
Eine Balkendecke besteht aus einer Reihe von Holzbalken — auch Deckenbalken genannt — die in regelmäßigen Abständen (Achsmaß) verlegt werden. Der übliche Achsabstand liegt zwischen 40 und 60 Zentimetern, abhängig von der Belastung und der Spannweite. Die Balkenköpfe ruhen im Mauerwerk der tragenden Wände oder auf speziellen Balkenträgern und Auflagern.
Die Bodenbretter oder Bodenplatten werden quer zu den Balken befestigt und bilden zusammen die begehbare Fläche. An der Unterseite kann eine Deckenverkleidung angebracht werden, zum Beispiel Gipskartonplatten oder Holzpaneele.
Anwendung
Balkendecken kommen häufig in Altbauten vor, insbesondere in Gebäuden die vor 1970 errichtet wurden. Sie werden aber auch im modernen Holzrahmenbau und bei ökologischen Bauweisen eingesetzt. Typische Einsatzbereiche sind:
- Erdgeschossdecke über einem Kriechkeller
- Geschossdecke zwischen zwei Wohnebenen
- Dachgeschossdecke unter dem Dachstuhl
Bei Sanierungen sollte die Balkendecke auf Holzfäule, Schädlingsbefall durch Hausbock oder Holzwurm geprüft und die Tragfähigkeit von einem Statiker beurteilt werden.
Vor- und Nachteile
Balkendecken sind relativ leicht und lassen sich einfach anpassen oder reparieren. Ein Nachteil ist die höhere Empfindlichkeit gegenüber Schwingungen und Schallübertragung im Vergleich zu Betondecken. Mit geeigneter Dämmung und passendem Bodenaufbau lassen sich diese Nachteile jedoch gut beheben.
Verwandte Begriffe
- Balkenlage
- Balkenkopf
- Einfache Balkenlage
- Zusammengesetzte Balkenlage
- Holzbalkendecke
- Holzrahmenbau
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