Was ist eine Ausschreibung?
Eine Ausschreibung ist das Verfahren, bei dem ein Auftraggeber mehrere Bauunternehmen einlädt, ein Angebot für die Ausführung eines Bauprojekts abzugeben. Ziel ist es, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für die auszuführenden Arbeiten zu finden.
Wie funktioniert eine Ausschreibung?
Bei einer Ausschreibung durchläuft der Auftraggeber mehrere Schritte:
- Leistungsverzeichnis erstellen — eine detaillierte Beschreibung der Arbeiten mit Zeichnungen und Spezifikationen
- Unternehmen einladen — ausgewählte Firmen erhalten die Ausschreibungsunterlagen
- Angebote empfangen — die Unternehmen kalkulieren ihren Preis und reichen ein Angebot ein
- Bewerten und vergeben — der Auftraggeber vergleicht die Angebote und wählt den Auftragnehmer
Anwendung
Beschränkte Ausschreibung
Der Auftraggeber lädt eine begrenzte Anzahl von Unternehmen ein (meist 3-5). Die häufigste Form bei privaten Bauprojekten und kleineren Vorhaben.
Öffentliche Ausschreibung
Jedes Unternehmen kann sich bewerben. Pflicht bei öffentlichen Projekten ab einem bestimmten Schwellenwert. Die Auswahl erfolgt nach vorab festgelegten Kriterien.
Freihändige Vergabe
Es wird nur ein Unternehmen angesprochen. Kommt bei Spezialarbeiten oder bestehenden Vertrauensverhältnissen vor.
Tipps für private Bauherren
- Mindestens 3 Angebote einholen — so bekommt man ein gutes Bild vom Marktpreis
- Klare Beschreibung — je detaillierter, desto besser vergleichbar sind die Angebote
- Nicht nur auf den Preis schauen — Erfahrung, Referenzen und Zeitplan sind ebenso wichtig
- Aufgeschlüsseltes Angebot verlangen — damit man genau sieht, wofür man bezahlt
Verwandte Begriffe
- Leistungsverzeichnis
- Bauunternehmer
- Baugenehmigung
- Baukosten
- Bebauungsplan
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