High-Tech ist ein Architekturstil, der in den 1970er Jahren entstand und bei dem Tragwerk, Leitungen und Haustechnik eines Gebäudes bewusst sichtbar gemacht statt verborgen werden. Technik ist keine Last, sondern Zierde: Stahl, Glas und Rohre werden stolz gezeigt.
Merkmale
- Sichtbares Tragwerk — Träger, Zugstangen und Knotenpunkte bleiben im Blick
- Technik außen — Leitungen, Lüftungskanäle, Aufzüge und Treppen an der Fassade
- Industrielle Materialien — Stahl, Aluminium, Glas und Kunststoff
- Flexible Grundrisse — große, stützenfreie Räume
- Vorfertigung und Präzision — maschinell gefertigte, exakt passende Bauteile
Hintergrund
Der Stil baut auf dem Funktionalismus auf. Bekannte Beispiele sind das Centre Pompidou in Paris (Piano und Rogers, 1977) und das Lloyd’s-Gebäude in London (Rogers). Auch Norman Foster gilt als wichtiger Vertreter.
Anwendung
- Kulturbauten — Museen und Theater mit großen Spannweiten
- Bürogebäude — flexible Geschosse mit Technik an der Außenseite
- Flughäfen und Bahnhöfe — leichte, transparente Überdachungen
- Sporthallen — große freie Spannweiten mit sichtbaren Fachwerken
Indem die Technik nach außen verlegt wird, bleibt der Innenraum offen und leicht anpassbar.
Verwandte Begriffe
- Funktionalismus
- Moderne
- Stahl
- Vorhangfassade
- Skelettbau
- Fachwerk
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