Tisch bauen: Was es kostet und wie Sie es in 9 Schritten machen (2026)

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Einen Tisch selber bauen kostet durchschnittlich €80 bis €600 an Material, je nach Tischtyp und Holzart. Zum Vergleich: Einen vergleichbaren Tisch im Möbelhaus kaufen kostet schnell €300 bis €2.000. Selbst bauen spart Ihnen 40 bis 60 Prozent — und Sie bekommen genau den Tisch, der in Ihr Zuhause passt. In dieser Anleitung erfahren Sie, welche Holzart Sie wählen, welche Beine am besten funktionieren, welches Werkzeug Sie brauchen und wie Sie Schritt für Schritt einen stabilen Tisch bauen.

Was kostet es, einen Tisch zu bauen? Selbst bauen vs. kaufen

Kostenvergleich

Selbst bauen (Material) IKEA / Budget-Möbelhaus Möbelhaus / Maßanfertigung
Beistelltisch (40×40 cm) €30 – €80 €30 – €100 €80 – €250
Couchtisch (120×60 cm) €60 – €200 €80 – €300 €200 – €800
Konsolentisch (100×30 cm) €40 – €120 €50 – €200 €150 – €500
Esstisch (180×90 cm) €150 – €600 €200 – €700 €500 – €2.000
Esstisch (220×100 cm) €250 – €800 €350 – €1.000 €800 – €3.000

Die Materialkosten hängen stark von der Holzart ab. Ein Esstisch aus Fichtenholz kostet die Hälfte eines Esstischs aus Eiche. Stahl-Tischbeine (€50–€200 pro Set) sind eine beliebte Wahl, die den Bauprozess erheblich vereinfacht.

Wann lohnt sich Selbstbauen?

Selbst bauen lohnt sich besonders bei größeren Tischen. Bei einem Esstisch sparen Sie schnell €200 bis €1.000 gegenüber einem Möbelhaus. Bei einem einfachen Beistelltisch ist der Unterschied kleiner — da bauen Sie vor allem, weil Sie genau den Stil und die Maße wollen, die zu Ihrem Interieur passen.

Selbst bauen lohnt sich, wenn Sie:

  1. Ein bestimmtes Maß brauchen — einen Tisch von 195×85 cm finden Sie nirgends fertig
  2. Eine bestimmte Holzart oder Oberfläche möchten — alte Eiche, Epoxidharz, bestimmte Lasur
  3. Bei einem großen Esstisch sparen möchten — hier ist die Ersparnis am größten
  4. Es als Projekt Spaß finden — ein selbst gebauter Esstisch ist ein Blickfang, an dem Sie jahrelang Freude haben

Kaufen ist klüger, wenn Sie:

  1. Kein Werkzeug haben und auch nicht investieren möchten
  2. Keinen Arbeitsplatz für ein Projekt dieser Größe haben
  3. Einen kleinen Tisch möchten, der bei IKEA €50 kostet

Welchen Tischtyp möchten Sie bauen?

Tischtypen im Vergleich

Typ Abmessungen (L×B) Plattenstärke Budget (Material) Schwierigkeit
Beistelltisch 40×40 – 50×50 cm 18–25 mm €30 – €80 Einfach
Couchtisch 100×50 – 130×70 cm 20–30 mm €60 – €200 Einfach bis mittel
Konsolentisch 80×25 – 120×35 cm 18–25 mm €40 – €120 Einfach
Esstisch (4 Personen) 120×80 – 160×90 cm 25–40 mm €120 – €400 Mittel
Esstisch (6–8 Personen) 180×90 – 240×100 cm 30–50 mm €200 – €800 Mittel bis schwer

Bestes Einstiegsprojekt: Ein Couchtisch oder Konsolentisch. Überschaubare Maße, nicht zu teuer, falls ein Fehler passiert, und das Ergebnis ist sofort sichtbar in Ihrem Wohnzimmer.

Am häufigsten gebaut: Der Esstisch von 180×90 cm. Der Rest dieses Artikels konzentriert sich auf dieses Format, aber die Schritte gelten für jeden Tischtyp.

Holzarten für Ihren Tisch: Welche wählen Sie?

Die Holzart bestimmt die Optik, Haltbarkeit und den Preis Ihres Tisches. Hier sind die gebräuchlichsten Optionen.

Holzarten im Vergleich

Holzart Härte Optik Preis pro m² (30 mm) Geeignet für
Fichtenholz (Nadelholz) Weich Hell, ländlich €20 – €40 Budget-Esstisch, Kindertisch
Kiefernholz (Nadelholz) Weich Warm, gelblich €25 – €45 Budget-Esstisch, Außentisch (imprägniert)
Buche Hart Hell, gleichmäßig €40 – €70 Esstisch, Arbeitstisch
Esche Hart Hell, auffällige Maserung €50 – €80 Esstisch, Couchtisch (modern)
Eiche Sehr hart Warm, robust €60 – €120 Esstisch, Couchtisch (Premium)
Nussbaum Hart Dunkel, edel €100 – €200 Esstisch (Premium), Couchtisch
Gerüstholz (Bauholz) Unterschiedlich Verwittert, industriell €10 – €25 Budget-Tisch, Industrial-Look

Welche Holzart für welchen Zweck?

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis: Eiche. Ja, sie ist teurer als Fichtenholz, aber Eiche ist extrem hart, beult nicht schnell, ist fleckenbeständig und wird mit den Jahren schöner. Ein Eichen-Esstisch hält Generationen. Der Mehrpreis rentiert sich über die Lebensdauer.

Beste Budget-Option: Fichtenholz oder Kiefer. Günstig und leicht zu bearbeiten. Nachteil: Weiches Holz beult schneller. Kein Problem für einen Kindertisch oder Werkstatttisch, aber ein Aspekt bei einem Esstisch, an dem Sie jahrelang sitzen.

Beste Optik: Nussbaum oder Esche. Nussbaum hat eine reiche, dunkle Farbe, die keine Lasur braucht. Esche hat eine auffällige Maserung, die modern wirkt. Beide sind stabil genug für einen Esstisch.

Massivholz vs. Plattenmaterial

Massivholz Multiplex MDF
Stärke Sehr stark Stark Mittel
Optik Natürlich, einzigartig Schichten an der Kante sichtbar Glatt, muss gestrichen werden
Preis Hoch Mittel Niedrig
Bearbeitung Hobeln, Verleimen nötig Leicht auf Maß zu sägen Einfach, aber brüchig an Kanten
Geeignet für Esstisch, Couchtisch Arbeitstisch, Kindertisch Gestrichene Möbel

Tipp: Kaufen Sie Ihr Holz beim Holzfachhandel, nicht im Baumarkt. Die Qualität ist besser (trockener, gerader, weniger Äste) und der Preis pro Laufmeter ist bei größeren Stücken oft günstiger. Baumärkte sind prima für Konstruktionsholz, aber für eine Tischplatte brauchen Sie besseres Material.

Tischbeine: Welche Optionen haben Sie?

Die Beine bestimmen den Stil Ihres Tisches mindestens genauso stark wie die Platte. Es gibt drei Hauptkategorien.

Tischbeine im Vergleich

Typ Stil Preis (4er/2er Set) Montage-Schwierigkeit Geeignet für
Holzbeine (massiv) Klassisch, ländlich €20 – €80 (selbst gemacht) Mittel bis schwer Esstisch, Beistelltisch
Stahlbeine (A-Rahmen, U-Rahmen, X-Rahmen) Industriell, modern €60 – €200 (kaufen) Einfach Esstisch, Couchtisch
Hairpin-Legs Retro, minimalistisch €25 – €70 (kaufen) Sehr einfach Couchtisch, Beistelltisch, Konsolentisch
Tischbeine mit Gewinde Modern €40 – €100 (kaufen) Einfach Alle Typen
Tischböcke Skandinavisch, schlicht €15 – €60 (kaufen oder selbst machen) Einfach Arbeitstisch, Schreibtisch

Stahl-Tischbeine: Die einfachste Option

Stahlbeine kaufen Sie fertig bei verschiedenen Online-Shops. Sie werden mit Montageplatte und Schrauben geliefert — Sie schrauben sie einfach unter die Tischplatte.

Vorteile:
– Keine Holzbearbeitungskenntnisse für das Untergestell nötig
– Enorm stark (Stahl biegt nicht)
– Viele Stile: A-Bein, U-Bein, X-Bein, schräges Bein, Spinbein
– Pulverbeschichtung in jeder Farbe

Beliebteste Wahl: Ein Set A-Rahmen-Stahlbeine (2 Stück) in Mattschwarz. Passt zu fast jedem Interieur und kostet €80 bis €150 pro Set.

Holzbeine selbst bauen

Machen Sie die Beine selbst aus Holz, brauchen Sie mehr Konstruktionswissen. Die gängigsten Konstruktionen:

  1. Gerade Beine mit Zargenrahmen — 4 Beine verbunden durch einen Zargenrahmen. Klassisch und stabil. Erfordert Zapfenverbindungen oder stabile Schraubverbindungen.
  2. Schräge Beine — geben einen leichteren, moderneren Look. Schwieriger rechtwinklig hinzubekommen. Verwenden Sie eine Winkelschablone.
  3. T-Beine (2 Stück) — jedes Bein ist eine T-Form aus zwei Planken. Einfacher als 4 einzelne Beine und gibt eine robuste Optik.

Werkzeug, das Sie brauchen

Unbedingt nötig:
– Akkubohrmaschine mit Bit-Set
– Handkreissäge oder Tischkreissäge (Platte auf Maß sägen)
– Schleifmaschine (Exzenter- oder Flächenschleifer)
– Schraubzwingen (mindestens 4, besser 6–8)
– Anschlagwinkel
– Maßband
– Wasserwaage
– Bleistift

Praktisch, aber nicht unbedingt nötig:
– Oberfräse (für abgerundete Kanten und Nuten)
– Kapp-/Gehrungssäge (für präzise Schnitte an Beinen und Zargen)
– Hobel (zum Glätten von Massivholzplatten)
– Dübelbohrer oder Kreg Jig (für unsichtbare Verbindungen)
– Frässchablone für Holzverbindungen

Tipp: Haben Sie keine Kreissäge? Lassen Sie das Holz beim Holzfachhandel oder Baumarkt auf Maß sägen. Die meisten Baumärkte sägen kostenlos oder für wenige Euro pro Schnitt. Dann brauchen Sie zu Hause nur noch einen Akkubohrer und eine Schleifmaschine.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Esstisch bauen in 9 Schritten

Diese Anleitung beschreibt den Bau eines Esstischs von 180×90 cm mit massiver Holzplatte und Stahlbeinen. Verwenden Sie Holzbeine? Siehe die zusätzliche Erläuterung bei Schritt 3.

Schritt 1: Entwurf erstellen und Maße bestimmen

Bestimmen Sie, bevor Sie Material kaufen:

  • Länge und Breite — rechnen Sie mindestens 60 cm Breite pro Person am Tisch. Ein Tisch von 180 cm bietet Platz für 6 Personen (3 pro Seite), 220 cm für 8 Personen.
  • Höhe — Standard-Esstischhöhe ist 75–76 cm (Oberkante Platte). Das passt zu Standard-Esszimmerstühlen mit einer Sitzhöhe von 45–47 cm.
  • Plattenstärke — mindestens 25 mm für einen Tisch bis 120 cm, mindestens 30 mm für einen Tisch bis 180 cm und mindestens 40 mm für einen Tisch über 200 cm. Dünnere Platten biegen durch.

Machen Sie eine Skizze mit allen Maßen. Notieren Sie die Position der Beine (wie viele Zentimeter vom Rand). Bei Stahl-A-Rahmen-Beinen sitzt das Bein meist 15–20 cm von der kurzen Seite.

Schritt 2: Holz kaufen und prüfen

Beim Holzfachhandel:
– Bestellen Sie Planken aus der gleichen Charge (gleiche Farbe und Maserung)
– Wählen Sie Planken, die gerade sind — halten Sie sie auf Augenhöhe und schauen Sie entlang der Länge
– Prüfen Sie den Feuchtigkeitsgehalt: maximal 10–12 % für Innenmöbel. Nasseres Holz arbeitet (schrumpft und biegt sich)
– Lassen Sie die Planken mindestens eine Woche in dem Raum akklimatisieren, in dem der Tisch stehen soll

Im Baumarkt:
– Verleimte Platten (Möbelplatten) aus Kiefer oder Eiche sind die einfachste Option. Sie brauchen dann nicht selbst Planken zu verleimen.
– Prüfen Sie auf Risse, Äste und Verformungen

Schritt 3: Tischplatte herstellen

Option A — Verleimte Möbelplatte (einfach):
1. Sägen Sie die Platte auf die gewünschte Länge und Breite
2. Verwenden Sie eine Kreissäge mit Führungsschiene für einen geraden Schnitt
3. Weiter zu Schritt 4

Option B — Einzelne Planken verleimen (besseres Ergebnis, mehr Arbeit):
1. Legen Sie die Planken nebeneinander und bestimmen Sie die Reihenfolge — wechseln Sie die Maserungsrichtung ab (Stirnseite: Bogen oben, Bogen unten), um Verziehen zu minimieren
2. Hobeln Sie die Kanten der Planken glatt und rechtwinklig — die Plankenkanten müssen perfekt aufeinanderpassen
3. Tragen Sie Holzleim (D3 oder D4) auf alle Kanten auf
4. Klemmen Sie die Planken mit mindestens 4–6 Leimzwingen zusammen. Achten Sie darauf, dass die Platte flach bleibt — legen Sie sie auf eine ebene Unterlage und prüfen Sie mit einer Wasserwaage
5. Lassen Sie den Leim mindestens 24 Stunden aushärten
6. Hobeln oder schleifen Sie die Oberfläche glatt, nachdem der Leim getrocknet ist
7. Sägen Sie die Platte auf die endgültige Länge und Breite

Extra bei Holzbeinen: Bauen Sie zuerst das Untergestell. Erstellen Sie einen rechteckigen Rahmen aus Zargen (45×70 mm oder 45×95 mm) mit Zapfenverbindungen oder mit Holzschrauben und Winkelverbindern. Befestigen Sie die 4 Beine an den Ecken des Rahmens. Verwenden Sie mindestens 2 Schrauben oder Dübel pro Verbindung, plus Holzleim.

Schritt 4: Kanten fräsen oder schleifen

Die Kanten der Tischplatte bestimmen die Optik.

Kantenbearbeitung Optik Wie
Abgerundet (Radius 3–5 mm) Klassisch, sicher Oberfräse mit Abrundungsfräser
Gefast (45 Grad) Modern, geradlinig Oberfräse mit Fasenfräser oder manuell mit Schleifpapier
Baumkante (Live Edge) Rustikal, einzigartig Natürliche Kante der Planke beibehalten, schleifen und ölen
Gerade (scharf) Minimalistisch Nur leicht brechen mit Schleifpapier Körnung 120

Mindestens: Brechen Sie die scharfen Kanten immer leicht mit Schleifpapier (Körnung 120). Scharfe Kanten splittern ab und fühlen sich unangenehm an.

Schritt 5: Tischplatte schleifen

Gutes Schleifen macht den Unterschied zwischen einem Amateur- und einem professionellen Tisch. Nehmen Sie sich hier Zeit.

  1. Starten Sie mit Körnung 80 — nur wenn die Platte Unebenheiten hat (Leimreste, Höhenunterschiede). Sonst beginnen Sie bei Körnung 120.
  2. Körnung 120 — schleifen Sie die gesamte Platte in Maserungsrichtung. Nie quer zur Maserung — das gibt sichtbare Kratzer.
  3. Körnung 180 — machen Sie die Platte glatt. Nach Körnung 180 fühlt sich die Platte seidenweich an.
  4. Körnung 220–240 — nur nötig, wenn Sie die Platte lackieren. Für Öl reicht Körnung 180.
  5. Machen Sie die Platte staubfrei nach dem Schleifen. Verwenden Sie ein feuchtes Tuch und lassen Sie es trocknen.

Schleifen Sie auch die Unterseite — mindestens mit Körnung 120. Eine unbehandelte Unterseite nimmt Feuchtigkeit anders auf als die Oberseite, wodurch sich die Platte verziehen kann.

Schritt 6: Beine montieren

Bei Stahlbeinen:
1. Drehen Sie die Tischplatte auf einer weichen Unterlage um (Decke oder Karton)
2. Positionieren Sie die Beine an der gewünschten Stelle — meist 15–20 cm von der kurzen Kante
3. Markieren Sie die Schraubenlöcher mit einem Bleistift
4. Bohren Sie mit einem dünnen Bohrer (3 mm) vor — das verhindert, dass das Holz spaltet
5. Schrauben Sie die Beine mit den mitgelieferten Schrauben fest. Verwenden Sie Schrauben, die mindestens 2/3 der Plattenstärke eingreifen, aber nicht durch die Platte hindurchkommen.
6. Drehen Sie den Tisch um und prüfen Sie, ob er stabil steht

Bei Holzbeinen (Rahmen):
1. Drehen Sie die Platte um
2. Setzen Sie das Untergestell (Rahmen + Beine) auf die Platte, zentriert
3. Befestigen Sie den Rahmen an der Platte mit Tischverbindern (Z-Clips oder Holzklötze mit Langloch). Das sind Metall- oder Holzclips, die die Platte festhalten, aber Raum zum Arbeiten lassen (Schrumpfen und Quellen).
4. Verwenden Sie KEINEN Leim zwischen Platte und Rahmen — Massivholz muss sich bewegen können

Wichtig: Bei Massivholzplatten müssen Sie der Platte immer Raum zum Arbeiten geben. Schrauben Sie die Platte nie fest an einen steifen Rahmen. Verwenden Sie Tischverbinder, Langlöcher oder exzentrische Schraubenlöcher.

Schritt 7: Oberflächenbehandlung auftragen

Die Oberflächenbehandlung schützt das Holz und bestimmt die endgültige Optik. Wählen Sie die Methode, die zu Ihrer Nutzung passt.

Oberflächenbehandlungen im Vergleich

Methode Schutz Optik Pflege Geeignet für
Hartwachsöl Gut Natürlich, matt Jährlich nachbehandeln Esstisch (beste Wahl)
Dänisches Öl Gut Natürlich, leicht glänzend Halbjährlich Esstisch, Couchtisch
Leinöl Mittel Natürlich, vergilbt leicht Jährlich Arbeitstisch, Kindertisch
Klarlack (matt/seidenmatt) Sehr gut Glatte Schicht, leicht glänzend Wenig, aber schwer zu reparieren Esstisch bei intensiver Nutzung
Lasur + Lack Sehr gut Färbt das Holz Wenig Wenn Sie eine andere Farbe möchten
Wachs Mäßig Seidenweich, matt Monatlich Konsolentisch, Beistelltisch

Beste Wahl für einen Esstisch: Hartwachsöl (Osmo, Rubio Monocoat oder vergleichbar). Schützt vor Flecken und Feuchtigkeit, lässt die Maserung sichtbar, fühlt sich natürlich an und ist leicht lokal zu reparieren. Einen Kaffeefleck schleifen Sie weg und ölen nach — versuchen Sie das mal mit Lack.

Auftragen von Hartwachsöl:
1. Tragen Sie eine dünne Schicht mit einem Pinsel oder Tuch auf, in Maserungsrichtung
2. Lassen Sie 15–20 Minuten einziehen
3. Wischen Sie den Überschuss mit einem sauberen, fusselfreien Tuch ab
4. Lassen Sie 12–24 Stunden trocknen
5. Schleifen Sie leicht zwischen den Schichten mit Körnung 320 (oder einem Schleifvlies)
6. Tragen Sie eine zweite Schicht auf
7. Optional: Tragen Sie eine dritte Schicht für zusätzlichen Schutz auf

Schritt 8: Unterseite schützen

Vergessen Sie die Unterseite nicht. Tragen Sie mindestens eine Schicht Öl auf die Unterseite der Platte auf. Das sorgt dafür, dass Ober- und Unterseite gleichmäßig Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben, sodass sich die Platte weniger schnell verzieht.

Kleben Sie Filzgleiter unter die Beine (oder unter die Stahlbodenplatten), um Ihren Fußboden zu schützen.

Schritt 9: Tisch waagerecht ausrichten

Stellen Sie den Tisch an seinen endgültigen Platz und prüfen Sie mit einer Wasserwaage, ob er waagerecht steht. Wackelt der Tisch? Drei Optionen:

  1. Filzgleiter oder Möbelgleiter unterschiedlicher Dicke unter den Beinen
  2. Verstellbare Füße — schrauben Sie Einschlagmuttern in die Beine und drehen Sie verstellbare Füße ein
  3. Hobeln oder schleifen Sie das längste Bein etwas bei (messen Sie genau)

Häufige Fehler beim Tischbauen

1. Zu dünnes Holz für die Platte

Eine Platte aus 18 mm Multiplex auf einem Esstisch von 180 cm biegt garantiert durch. Verwenden Sie mindestens 30 mm für einen Esstisch bis 180 cm und mindestens 40 mm über 200 cm. Bei dünnem Plattenmaterial können Sie Zargen an der Unterseite leimen für zusätzliche Steifigkeit.

2. Nasses Holz verwenden

Holz aus dem Baumarkt ist manchmal zu feucht (mehr als 14 %). Dieses Holz wird schrumpfen, reißen und sich verziehen, sobald es in Ihrem beheizten Wohnzimmer steht. Messen Sie den Feuchtigkeitsgehalt mit einem Feuchtemesser (€15–€30 im Baumarkt) und lassen Sie zu feuchtes Holz akklimatisieren.

3. Platte fest am Rahmen verschrauben

Massivholz arbeitet — es schrumpft und quillt mit den Jahreszeiten. Schrauben Sie die Platte fest an einen steifen Rahmen, reißt die Platte oder der Rahmen verbiegt sich. Verwenden Sie Tischverbinder oder Langlöcher, die dem Holz Bewegungsfreiheit geben.

4. Quer zur Maserung schleifen

Schleifen Sie immer in Maserungsrichtung. Kratzer quer zur Maserung sind nach dem Ölen oder Lackieren gut sichtbar und nicht mehr zu korrigieren, ohne alles komplett neu zu schleifen.

5. Zu wenige Schleifstufen

Direkt von Körnung 80 auf Körnung 220 springen gibt ein schlechteres Ergebnis als ordentlich 80 → 120 → 180 durchzuarbeiten. Jede Körnung entfernt die Kratzer der vorherigen. Überspringen Sie eine Stufe, bleiben Kratzer sichtbar.

6. Unterseite nicht behandeln

Eine Platte, die nur auf der Oberseite geölt oder lackiert ist, nimmt ungleichmäßig Feuchtigkeit auf. Das Ergebnis: Eine Tischplatte, die nach einigen Monaten krumm steht. Behandeln Sie immer beide Seiten.

7. Nicht vorbohren

Schrauben Sie direkt in Hartholz ohne Vorbohren, spaltet das Holz. Bohren Sie immer mit einem Bohrer vor, der etwas dünner als der Schraubenkern ist. Bei weichem Nadelholz ist Vorbohren weniger kritisch, aber immer besser.

8. Falsche Tischhöhe

Standard-Esstischhöhe ist 75–76 cm. Messen Sie das nach, bevor Sie die Beine bestellen oder sägen. Rechnen Sie die Plattenstärke mit ein: Bei einer Platte von 4 cm und einer gewünschten Tischhöhe von 76 cm müssen die Beine 72 cm sein.

Häufig gestellte Fragen zum Tischbauen

Wie hoch muss ein Esstisch sein?

Die Standardhöhe für einen Esstisch ist 75–76 cm (Oberkante Platte). Das passt zu Esszimmerstühlen mit einer Sitzhöhe von 45–47 cm. Ein Bartisch ist 90–110 cm hoch, ein Couchtisch 40–50 cm.

Welches Holz ist am besten für einen Esstisch?

Eiche ist der beste Allrounder: hart, langlebig, fleckenbeständig und wird mit den Jahren schöner. Als Budget-Option sind Fichtenholz oder Kiefer geeignet, aber weicher und empfindlicher gegen Dellen. Nussbaum und Esche sind Premium-Optionen mit einzigartiger Optik.

Wie viel kostet ein Esstisch zum Selberbauen?

Ein Esstisch von 180×90 cm kostet €150 bis €600 an Material, je nach Holzart und Art der Beine. Ein vergleichbarer Tisch im Möbelhaus kostet €500 bis €2.000.

Kann ich einen Tisch ohne viel Werkzeug bauen?

Ja. Kaufen Sie eine verleimte Möbelplatte (auf Maß gesägt beim Holzfachhandel) und ein Set Stahl-Tischbeine. Sie brauchen dann nur einen Akkubohrer, Schleifmaschine, Schleifpapier und Öl. Gesamte Bauzeit: ein Nachmittag.

Wie verhindere ich, dass sich meine Tischplatte verzieht?

Drei Maßnahmen: (1) Verwenden Sie trockenes Holz (max. 10–12 % Feuchtigkeit), (2) behandeln Sie Ober- und Unterseite mit der gleichen Oberfläche, (3) geben Sie der Platte Bewegungsfreiheit bei der Befestigung am Untergestell (Tischverbinder, keine starre Verschraubung).

Welche Tischbeine sind am einfachsten?

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